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Workshops im Sommersemester 2013

 

 

 

Von Gender und anderen Hindernissen. Ein einführender Workshop zu Feminismus und Antisexismus


Freitag, 26.04, & Freitag 3.05.2013 (Zweitägiger Workshop)
9:30 - 17:00
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

Dieser Workshop richtet sich an jene, die Interesse an feministischen Themen haben, aber noch nach Ideen suchen, wie sie diese in die Praxis umsetzen können. Neben einem kurzen theoretischen Streifzug durch (queer-)feministische Theorien stellen wir uns vor allem die Frage, wo und wie wir in sexistische Verhältnisse verstrickt sind und was wir dagegen tun können. Austausch in einem geschützten Rahmen, das Entwickeln von eigenen und kollektiven Strategien und die Auseinandersetzung mit bewährten antisexistischen Instrumenten sind wichtige Bestandteile des Workshops. Besondere Aufmerksamkeit legen wir auf Gruppenstrukturen, die uns auf der Uni, in der politischen Arbeit aber auch in Wohngemeinschaften und Familien begegnen. Dabei geht es darum strukturelle Ebenen, auf denen Sexismus stattfindet, zu untersuchen. Im Vordergrund steht für uns aber die persönliche Auseinandersetzung und Reflexion. 

 

Trainingsleitung

Mag.a Rosa Costa, Historikerin, Trainerin für Erwachsenenbildung, feministische Wissenschaftsforscherin und Aktivistin. Sie macht verschiedene Projekte zur politischen Bildung von jungen Erwachsenen im Rahmen des Vereins KBA (Kritische Bildungsarbeit), sie arbeitet in einem Jugendzentrum und engagiert sich in feministischen Projekten. 

Mag.a Katharina Röggla hat Kulturwissenschaften studiert, ist ausgebildete Trainerin und Mediatorin und macht derzeit an der FH Campus Wien einen Master in Sozialer Arbeit. Sie ist in der Jugendarbeit tätig und arbeitet darüber hinaus in der Konfliktbegleitung und als Trainerin im Bereich Gender und Diversity.

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Rechtsworkshop: Fremdenrecht verstehen, Wissen nutzbar machen


Freitag, 10.05.2013
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

Kaum ein Rechtsbereich ist unzulänglicher als das österreichische Fremden- und Asylrecht. Langwierige, komplexe Verfahren verlangen von Nicht-EU-Bürger_innen nicht nur hohe Frustrationstoleranz, sondern auch fundierte Fachkenntnisse.
Dieser Workshop richtet sich an sogenannte 'drittstaatsangehörige' Student_innen und andere Interessent_innen. Ziel ist es, gemeinsam bestehendes Wissen nutzbar zu machen und mit der aktuellen Rechtslage zu verknüpfen.
Unter anderem diskutieren wir folgende Fragen:
Unter welchen rechtlichen Bedingungen ist eine Einreise nach Österreich möglich?
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, um den Aufenthalt in Österreich mit einem Studium zu verknüpfen?
Wo erfahre ich, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, damit die entsprechenden Aufenthaltstitel verlängert werden und was zu tun ist, wenn man* von aufenthaltsbeendenen Maßnahmen bedroht ist?
Unter welchen Voraussetzungen besteht Zugang zum österreichischen Lohnarbeitsmarkt?
Wo kann ich mir Unterstützung holen?
Im Workshop wird keine individuelle Beratung stattfinden; im Zentrum stehen die Erarbeitung von Grundlagenwissen und Basisbegrifflichkeiten sowie Anlaufstellen.
Spezifisches Vorwissen ist nicht erforderlich.



Trainingsleitung

Ivana Pilic ist im Projektmanagement in der Brunnenpassage KunstSozialRaum tätig und arbeitet seit Jahren als freie Trainerin im Bereich Interkulturelle Kommunikation und Gender.

Petra Sußner ist Juristin. Als Rechtsberaterin hat sie jahrelang mit Asylwerber_innen und anderen Migrant_innen gearbeitet. Derzeit arbeitet sie an ihrer Dissertation; Arbeitstitel 'We are here, We are ? Zur asylrechtlichen Anerkennung von sexueller Orientierung'.

  

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Rhetorik und Redeverhalten. Ein Raumnahmetraining mit Methoden des Theaters der Unterdrückten


Samstag, 11.05.2013
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

Warum reden immer nur die Gleichen? Und wie lässt sich das ändern? Ziel dieses Workshops ist es, Redeverhalten und die Zuschreibung von Autorität zu reflektieren, Strategien im Umgang mit dominanten Redner_innen zu entwickeln, um Selbstermächtigung der Workshopteilnehmer_innen zu erleichtern.
Der Weg zu diesem Ziel sieht folgendermaßen aus: Mit Hilfe von Theatermethoden aus dem Theater der Unterdrückten werden in einem sechsstündigen Workshop selbstermächtigende Strategien erprobt. Das Theater der Unterdrückten unterstützt Menschen, die etwas verändern wollen, dabei, ihr Leben aktiv in die Hand zu nehmen. Das Grundprinzip lautet: Dialog statt Monolog, denn überall dort, wo Monolog den Dialog ersetzt, herrscht Unterdrückung. Als mittlerweile weit verbreitetes Werkzeug für Empowerment und Veränderung ermöglichen Methoden des Theaters der Unterdrückten Raumnahme und Redeverhalten von sich selbst und anderen zu reflektieren.
Dabei gehen die Erfahrungen der Teilnehmenden über ein ausschließlich theoretisches Verstehen hinaus: die Erprobung neuer Handlungsmöglichkeiten wird auch auf anderen Ebenen erfahrbar - im Spiel konkret erlebbar sowie infolgedessen auch im Alltag leichter lebbar.
Vermittelt wird vor allem die Möglichkeit wiederkehrende Dynamiken durchbrechen zu können. Durch Austausch und achtsames Miteinander in geschütztem Rahmen erfahren die Teilnehmer_innen in einem kollektiven Prozess Möglichkeiten der besseren Durchsetzung ihrer Positionen. Neben den persönlichen Hürden hinsichtlich der Konfrontation mit dominanten Redner_innen werden auch die strukturellen Bedingungen thematisiert.


Trainingsleitung

Mag.a Maria Dalhoff, selbstständige Tätigkeit im Bereich "Erwachsenenbildung und Trainings", sowie als Mediatorin und Moderatorin. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Fortbildungen, Schulungen und Seminaren für Pädagog_innen und Studierende sowie auf Rollenspielen basierenden Workshops in Schulklassen beim Verein "Selbstlaut - gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen".
Seit 2010 leitet sie Workshops mit Methoden des Theaters der Unterdrückten zu verschiedenen Schwerpunktthemen. Die Diplomarbeit mit dem Titel "Zur (Un-)Möglichkeit von Widerstand gegen Unterdrückung und Herrschaft. Ein Vergleich des Theaters der Unterdrückten mit Ansätzen herrschaftsfreier Bildung" wurde in der Reihe "Die kommende Demokratie" im LIT-Verlag veröffentlicht.



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Antirassismus und Zivilcourage 


Freitag, 24.05. & Samstag, 25.05.2013
(Zweitägiger Workshop)
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

  • Übungen zum Umgang mit den eigenen Werten und den Werten anderer
  • Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen von Diskriminierung
  • Begriffserklärungen
  • Sensibilisierung für eigene Vorurteile
  • geschichtliche Ursachen und Auswirkungen von Rassismus und Diskriminierung
  • geführte Stadtführung in Wien unter dem Blick afrikanisch-österreichischer Geschichte 'Auf den Spuren Afrikas in Wien'
  • rechtliche Möglichkeiten gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen
  • Übungen zur Stärkung der Zivilcourage
  • Methoden: interaktive Übungen, Rollenspiele, Diskussionen, Vorträge


Trainingsleitung
Mag.a DSA Esther Maria Kürmayr, seit 1999 tätig in der Frauen- und Mädchenarbeit, Trainerin im Bereich Antidiskriminierung seit 2001, Lehrbeauftragte an der FH Soziale Arbeit seit 2012. 
Seit 2006 Projektleiterin im Verein Schwarze Frauen Community. SFC ist ein Verein von Schwarzen Frauen und für Schwarze Frauen und deren Kinder. Unsere Themen:

  • Unterstützung und Stärkung von Integrationsprozessen
  • Selbstbewusstsein und Offenheit als Grundlage für ein besseres Miteinander
  • Wahrnehmung und Nutzung von Unterschieden als Vielfalt und Bereicherung statt als Bedrohung
  • Auseinandersetzung mit rassistischen Strukturen, Stereotypen und Verhaltensweisen im Alltag
  • Erforschen und Hervorheben des Potentials von Menschen insbesondere von Schwarzen Frauen und Mädchen
  • Lebensrealitäten und Identitätsfindungsprozesse von Schwarzen Frauen
  • Individuelle und gemeinsame Strategien im Kampf gegen Rassismus, Sexismus, Diskriminierung und Ausgrenzung

 

 

Vorsitz

Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Richard Gamauf
Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte
Tel.: +43-1-4277-34411 oder     0664-60277 20500
Fax: +43-1-4277-834411
E-Mail

Büro

Mag.a Barbara Schaffer (Juristin)
Universitätsring 1 (Stiege VI, 2. Stock), 1010 Wien
Tel.: +43-1-4277-20502
Fax: +43-1-4277-820502
E-Mail

Silvia Wieser, BA
Universitätsring 1 (Stiege VI, 2. Stock), 1010 Wien
Tel.: +43-1-4277-20501
Fax: +43-1-4277-820501
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