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Workshops im Sommersemester 2014

Referate ohne Stress. Vortragen und Präsentieren ist lernbar


Freitag, 9.05., & Samstag, 10.05.2014 (Zweitägiger Workshop)
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien

 

Workshopbeschreibung

Referate halten ist nicht deine Lieblingsbeschäftigung? Oder lässt gar der Gedanke an eine Präsentation in Lehrveranstaltungen dich ins Schwitzen kommen? Vielleicht ist auch Deutsch nicht deine Erstsprache oder die wissenschaftlich-akademische Sprache ist (noch) nicht dein Element?
Damit bist du nicht alleine - aber: Ruhe und Sicherheit in Präsentationen können trainiert werden!
In diesem Seminar lernst du, Ziele zu definieren, Inhalte aufzubereiten und eine klare Struktur in deine Präsentationen zu bringen. Außerdem kannst du mit verschiedenen Vortrags- und Visualisierungstechniken experimentieren, dir Tipps und Tricks gegen Lampenfieber und Blackouts holen und ausprobieren, auch dich als Präsentatorin ins rechte Licht zu rücken.

Inhalte:

  • Definition von Zielen einer Präsentation bzw. eines Referats
  • Komplexe Inhalte und "trockenes" Fachwissen verständlich aufbereiten
  • Klar und strukturiert vortragen
  • Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - Visualisierungstechniken
  • Professioneller Einsatz von Medien (insbesondere Flip-Chart und Plakate, PowerPoint-Präsentationen)
  • Handouts und andere "Mitgebsel"
  • Persönliche Stärken nutzen, Ausstrahlung gewinnen
  • Individuellen Präsentationsstil entwickeln
  • Sicherheit im persönlichen Auftreten gewinnen
  • Der große Auftritt: Umgang mit Lampenfieber und Nervosität, Troubleshooting 
  • Das Publikum: Umgang mit Fragen und anderen "Störungen"

Methoden:
Theorieinput, Einzel- und Kleingruppenübungen, Kreativ- und Visualisierungstechniken, Methoden aus der Moderation, Präsentationsübungen, Feedback, Diskussionen, Reflexion etc. Für den Workshop kannst du Referate/Präsentationen, die schon gehalten hast oder noch halten wirst, gerne mitbringen!

Die geplante Workshop-Sprache ist Deutsch, einzelne Teile und Übungen des Workshops können auch in Englisch oder Italienisch übersetzt werden.


Trainingsleitung

Antonia Cicero, MA, MBA, langjährige Praxis als selbstständige Trainerin, Beraterin, Fachhochschullektorin, Fachautorin. Geschäftsführerin von icon. training. beratung. entwicklung.
Arbeitsschwerpunkte: Strategische Kommunikation, Soziale Kompetenz, Train-the-Trainer, Kreativität, Führung, Team- und Organisationsentwicklung, Coaching, Supervision, Entwicklung von Lehrgängen und anderen komplexen Bildungs- und Entwicklungsmaßnahmen.

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Sprache und Macht - Alternativen zu diskriminierendem Sprachhandeln entwickeln


Freitag, 16.05., & Samstag, 17.05.2014 (Zweitägiger Workshop)
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien



Workshopbeschreibung

Wir verstehen Sprache nicht als fertigen Werkzeugkasten, wo wir im Vorfeld wissen, was drinnen ist und wie wir es wann wofür verwenden können. Erst durch das Sprechen, das Tun, kann Sprache verletzend, ermächtigend, diskriminierend werden und Menschen unterscheiden in ein Wir und die Anderen. Es erscheint uns meistens selbstverständlich und als gegeben, wie Menschen an verschiedenen Orten, Räumen und Situationen miteinander kommunizieren. Die Machtverhältnisse dahinter, welche diese Orte und das Sprechen durchziehen, sind weniger offensichtlich.
Es geht in dem zweitägigen Workshop darum, die Verbindung von Sprache und Macht zu reflektieren, das eigene Sprach- und Macht-Verhalten (neu) kennenzulernen und Alternativen zu finden. Ausgehend von einer sprecherinnen_zentrierten Perspektive schauen wir uns gemeinsam an, welchen Normen und Zwängen wir beim Sprechen unterliegen und welche Möglichkeiten uns zu Verfügung stehen, uns diesen Normen und Zwängen zu entziehen.
Die Teilnehmenden reflektieren ihre eigenen Sprachbiographien, setzen sich mit der Verbindung von Sprache und Macht auseinander sowie mit gesellschaftlichen Diskriminierungsstrukturen (strukturelle Behinderung, Einsprachigkeit, Geschlechtereindeutigkeit, Ausschlüsse aus Bildungseinrichtungen etc.)
Der Workshop findet an zwei Tagen statt und wird mit interaktiven und kreativen Methoden und Übungen durchgeführt (u.a. Input, Einzelarbeit, Kleingruppen, Diskussion in der Großgruppe, kreativer Werkstättencharakter bei Reflexion und Entwickeln von Alternativen). Wir beziehen uns dabei auf die  Kritische Diskursanalyse, Queer Theorien, Antirassismus-Modelle, Kritisches Diversity, Social- und Transformative-Justice-Ansätze. Unser Workshop setzt bei dem an "was als so selbstverständlich erscheint, dass es sich auf den ersten Blick nicht in Zweifel ziehen lässt" (Busch 2013). Wichtig ist, dass die Teilnehmenden an beiden Tagen durchgehend dabei sind.


Trainingsleitung

Vlatka Frketić und Persson Perry Baumgartinger arbeiten in den Bereichen Mehrsprachigkeit, Queer Migration, TransInterQueer, Geschlecht, Intersektionalität, nichtdiskriminierende Sprache, queere Sprachwiderstände, Antirassismus, Kritisches Diversity, Social Justice. Seit vielen Jahren bieten sie zu diesen Themenbereichen Trainings, Workshops, Vorträge und Coachings im Team und einzeln an. Seit mehreren Jahren entwickeln sie dazu Konzepte und Übungen und wenden diese in unterschiedlichen Kontexten an (u.a.: WUK Wien, Antirassismus-Konferenz, EU-Projekte, Schwules Museum Berlin, Radio Froh Linz, TransTagung Wien, Verein maiz Linz, ÖH der Uni Wien wie ÖH-Bundesvertretung). Zu den o.g. Bereichen publizieren beide und halten in Österreich und darüber hinaus Vorträge.
Sie haben die Feministischen Migrant_innen Österreich, Verein ][diskursiv und Queeropedia begründet sowie Lesbische Migrantinnen Austria und Transgender Day of Rememberance Wien mitbegründet und sind beide in und außerhalb Österreichs politisch aktiv.
Darüber hinaus studier(t)en sie Ökonomie in Zagreb, Sprachwissenschaft in Wien sowie derzeit Doktorat an der Universität Wien und der Humboldt Universität zu Berlin.

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Präsentieren, repräsentieren und behindert sein


Freitag, 6.06., & Samstag, 7.06.2014 (Zweitägiger Workshop)
11:00 - 18:00
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

Die Geschichte der emanzipatorischen Behindertenbewegung ist eine Geschichte behinderter Studierender. Die Universität ist ein Ort wo Neues entstehen kann, wo quergedacht werden kann, wo viel Bewegung sein kann.
Geschichte schafft Identität. Welche Geschichte(n) haben wir, welche prägen uns? Was macht uns aus?!
Welche Bilder haben andere von uns? Welche Rollenbilder erfüllen wir, welchen verwehren wir uns? Welche Bilder gibt es zu behinderten Personen in unserer Gesellschaft, auf der Universität, in unseren eigenen Köpfen? Welche Rollenbilder gibt es zu Frauen*?
Mit dem Ziel, persönliche Ausdrucksformen für den studentischen Bereich und darüber hinaus zu finden, in der die einzelne Person sich wohlfühlt, wollen wir uns im geschützten Raum mit diesen Fragen auseinandersetzen. Wir wollen Strategien finden, auf Ausschlussmechanismen zu reagieren.
Wir werden uns verschiedener Methoden bedienen und viel in Bewegung sein.
Ziel des Workshops ist Selbstermächtigung von behinderten Frauen* im universitären Raum, zu politisieren, zu vernetzen und nicht zuletzt zu verändern. Deswegen richtet sich der Workshop ausschließlich an Frauen* mit Behinderungen.

Die geplante Workshop-Sprache ist Deutsch. Die Workshop-Inhalte können bei Bedarf auch auf Englisch übersetzt werden.

 
Trainingsleitung

Dorothea Brożek, Inhaberin von Brożek Power Consulting, ist Expertin für zeitgemäße Kommunikation und Umgang mit Vielfalt mit Fokus auf Diversity Competence, Disability und Equal Rights. Ihr besonderes Interesse gilt, Menschen aus unterschiedlichen Strukturen und Organisationen zu verbinden und ins Gespräch zu bringen. Dies macht sie sowohl Offline als auch Online, in ihren Trainings und Workshops und als Sprecherin und Vortragende. Sie engagiert sich seit ihrer Studienzeit in der Behindertenbewegung und ist Mitbegründerin von BIZEPS - Zentrum für selbstbestimmtes Leben, Freak-Radio, WAG - Assistenzgenossenschaft. Gemeinsam mit dem WAG-Team gelang es ihr innerhalb von wenigen Jahren Persönliche Assistenz für behinderte Menschen in Österreich zu etablieren. Studium der Slawistik, Politikwissenschaften und Publizistik.

Tamara Grundstein ist in den Bereichen Menschenrechte, Dis-/Ability Management, Peer Counseling, Feministische Beratung und Supervision tätig. Als aktiv(istisch)es Mitglied der emanzipatorischen Behindertenbewegung verschmilzt der wissenschaftliche mit dem politischen Background und findet sich in Begriffen wie Disability Studies, Queer Studies, Crip Theory, Independent Living und Critical Whiteness wieder. Grundstein ist bzw. war in einigen emanzipatorischen Projekten/Gruppen/Bewegungen aktiv, wie z.B. den "Queers on Wheels", einer Aktionsgruppe von behinderten Queeren und queeren Behinderten. Aktuell ist Grundstein Mitglied des Menschreichtsbeirates der Volksanwaltschaft.


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Wissenschaftskritik in action - ein feministisches Training


Freitag, 6.06., & Samstag, 7.06.2014 (Zweitägiger Workshop)
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

Welche Rolle spielt Geschlecht in der Wissenschaft heute? Kann es so etwas wie eine feministische Wissenschaftspraxis überhaupt geben? Wie ist es mit dem emanzipatorischen Potenzial von Wissenschaft bestellt?
In dem Workshop werden wir die geschlechtliche Strukturierung von Wissenschaft diskutieren und unsere persönliche Verstrickung darin reflektieren. Ausgehend von den Einsichten der feministischen Wissenschaftskritik geht es einerseits um eine grundlegende Kritik an der herrschenden Wissensproduktion, andererseits um eine gemeinsame Auseinandersetzung mit den alltäglichen Machtpraktiken im wissenschaftlichen Feld. In praktischen Übungen werden wir verschiedene Formen von Sexismus und Maskulinismus in der Wissenschaft - sowohl in ihren Konzepten als auch im täglichen sozialen Umgang - auf den Grund gehen und unsere Erfahrungen mit Wissenschaft austauschen. Im Workshop erarbeiten wir gemeinsam Instrumente und Strategien gegen Sexismus in der Wissenschaft und denken Wege einer alternativen emanzipatorischen Wissenschaftspraxis an. Wir legen Wert darauf, einen vertrauensvollen Raum zu eröffnen, um eine tiefere persönliche Auseinandersetzung zu ermöglichen.
Weiterführende Informationen und Materialien, inklusive Literaturhinweise, werden am Ende des Workshops zur Verfügung gestellt.

Die geplante Workshopsprache ist Deutsch. Einzelne Teile und Übungen des Workshops können bei Bedarf auch auf Englisch übersetzt werden.

 
Trainingsleitung

Mag.a Rosa Costa, Historikerin, Trainerin für Erwachsenenbildung, feministische Wissenschaftsforscherin und Aktivistin. Sie macht verschiedene Projekte zur politischen Bildung von jungen Erwachsenen im Rahmen des Vereins KBA (Kritische Bildungsarbeit), sie arbeitet in einem Jugendzentrum und engagiert sich in feministischen Projekten.

Dr.in Iris Mendel, Philosophin und Soziologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der Universität Graz (Arbeitsbereich Weiterbildung), lehr und forscht im Bereich feministische Wissenschaftskritik und kritische Päadagogik, am liebsten interdisziplinär und gemeinsam mit anderen. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit steht sie am Ende ihrer Lehramtsausbildung für die Fächer Psychologie/Philosophie und Deutsch.

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(Rewriting) The Calling Card Project
#Guerilla Performances #Empowerment#Freewriting


Freitag, 13.06.2014
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

Anhand von verschiedenen Methoden der antirassistischen Praxis werden im Workshop '(Rewriting) The Calling Card Project' konkrete Strategien besprochen und gemeinsam erarbeitet, mit dem Ziel, Rassismus an der Uni aufzudecken und kritisch entgegen zu treten. Der Workshop dient zur feministischen & antirassistischen Selbstermächtigung (Empowerment) und richtet sich deswegen dezidiert an Schwarze Student_innen und Student_innen of Color. Der Workshop soll von Rassismus betroffenen Studierenden einen sicheren Raum bieten. 

Ziel ist es, Strategien zu erlernen und sich darüber hinaus über persönliche Erfahrungen auszutauschen. Dazu werden im ersten Teil des Workshops theoretische als auch künstlerische Positionen vorgestellt. Begriffe wie Rassismus, Dekolonialisierung und kritische Weißseinsforschung werden gemeinsam erarbeitet und diskutiert. Einen weiteren Schwerpunkt des Workshops stellen die Arbeiten der afroamerikanischen Künstlerin Adrian Piper dar, insbesondere ihr Konzept der Calling Cards. Adrian Piper entwickelte in den 1980er Jahren "Guerilla Performances" im Format der Calling Cards, die sie in Situationen, in denen sie mit rassistischen bzw. sexistischen Aussagen konfrontiert wurde, austeilte. Die Karten ermöglichen eine direkte Reaktion in Momenten der Sprachlosigkeit, ohne sich jedes Mal aufs Neue "erklären" zu müssen. Inspiriert durch das Konzept der Calling Cards sollen die Studierenden gemeinsame feministische und antirassistische Strategien im Umgang mit Rassismen in akademischen und alltäglichen Zusammenhängen entwickeln. Die individuellen Calling Cards werden im Laufe der zweiten Hälfte des eintägigen Workshops von den Teilnehmer_innen selbst gestaltet und bilden am Ende des Workshops eine Tool Box, die die Teilnehmer_innen für sich nutzen können.

Die geplante Workshop-Sprache ist Deutsch. Die Workshop-Inhalte können bei Bedarf auch auf Englisch, Spanisch, Portugiesisch übersetzt werden.

 

Trainingsleitung

Sunanda Mesquita Boafo studiert derzeit am Künstlerischen Lehramt der Akademie der Bildenden Künste Wien und befasst sich dabei schwerpunktmäßig mit dekolonialen, künstlerischen Positionen. Sie organisiert Kunstworkshops in Kindergärten und Schulen für Kinder und junge Erwachsene, mit dem Fokus auf kritische Auseinandersetzungen mit epistemischer Gewalt in Wissensproduktionen und Geschichtsvermittlung. Zudem kuratiert sie laufend Ausstellungen und Workshops mit zeitgenössischen Künstler_innen in Wien, London, Accra. 

Rafaela Siegenthaler arbeitet derzeit an ihrer Masterarbeit zum Thema "Antirassistisch-feministische Geschichtserzählung aus Schwarzer Perspektive" am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien. Sie ist als Referentin für antirassistische Arbeit bei der ÖH Uni Wien tätig.

Beide engagieren sich als Aktivistinnen in verschiedenen selbstorganisierten emanzipatorischen Projekten.


Vorsitz

Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Richard Gamauf
Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte
Tel.: +43-1-4277-34411 oder     0664-60277 20500
Fax: +43-1-4277-834411
E-Mail

Büro

Mag.a Barbara Schaffer (Juristin)
Universitätsring 1 (Stiege VI, 2. Stock), 1010 Wien
Tel.: +43-1-4277-20502
Fax: +43-1-4277-820502
E-Mail

Silvia Wieser, BA
Universitätsring 1 (Stiege VI, 2. Stock), 1010 Wien
Tel.: +43-1-4277-20501
Fax: +43-1-4277-820501
E-Mail
Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0