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Workshops im Sommersemester 2015

Klassismus - die subtile Wirkung der sozialen Herkunft Workshop zur Auseinandersetzung mit Diskriminierung auf Basis von Klasse bzw. sozialer Herkunft 


Freitag, 8.05., & Samstag, 9.05.2015 (Zweitägiger Workshop)
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

Im zweitägigen Workshop werden wir uns mit den Thema Klassismus in seiner Vielschichtigkeit nähern. In einem ersten Schritt schaffen wir mit einer angeleiteten Textarbeit und Impuls-Referaten eine theoretische inhaltliche Basis. Dazu gehören einerseits die Einführung zu Klassismus, andererseits die Auseinandersetzungen mit Elitenreproduktion sowie den subtil wirkenden Ausgrenzungsmechanismen. In einem weiteren Schritt wird nochmals speziell auf die soziale Selektion im Bildungssystem eingegangen. Bei allen Themen werden die Verschränkungen unterschiedlicher Diskriminierungsformen (Stichwort: Intersektionalität) mitdiskutiert.
Der Schwerpunkt des zweitägigen Workshops liegt jedoch in der Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen mit der Ausgrenzung aufgrund von Klassenhintergrund (egal ob beobachtet oder selbst erlebt) und der gemeinsamen Erarbeitung von Strategien im Umgang damit. Der Workshop setzt daher auch methodisch auf Diskussion und Austausch. Dies ist durch Kleingruppenarbeiten (z.B. Gruppenpuzzle) und gemeinsamen Plenumsdiskussionen möglich. Aus persönlich gemachten Erfahrungen und beobachteten Erlebnissen wollen wir strukturelle Verhältnisse ableiten. Um den Blick zu schärfen, werden vor allem am zweiten Tag erlebte Situationen in Rollenspielen analysiert und gemeinsam mögliche Strategien entworfen. Ziel des Workshops ist neben einer Sensibilisierung für Klassismus also auch die gemeinsame Erarbeitung von Handlungsstrategien.

Die Workshop-Sprache ist Deutsch.


Trainingsleitung

Elisabeth Günther ist Soziologin und derzeit Universitätsassistentin/Dissertantin an der TU Wien und gelegentlich Trainerin (Tutoriumsausbildungsseminare, Workshops für die ÖH zu Teambuilding/ Konfliktmanagement sowie zu Gender in der Wissenschaft, Workshop zu Sozialer Selektion im Bildungssystem für den Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare). 

Andrea Patek ist Trainerin in einem integrativen Jugendlichenprojekt und gelegentlich Trainerin in der Erwachsenenbildung (Seminare für die ÖH zu Teambuilding und Moderation, Workshop zu Sozialer Selektion im Bildungssystem für den Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare).

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Rhetorik und Körpersprache. Ein Praxis-Training zum selbstsicheren Auftreten im Studium


Freitag, 15.05., 10:00 - 17:30
& Samstag, 16.05.2015, 10:00 - 13:00

Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

Für viele Menschen ist es eine große Herausforderung vor Publikum zu sprechen oder zu argumentieren. Auch an der Uni muss man sich dieser Aufgabe immer wieder stellen. Wie wirke ich? Was denken die anderen über mich? Finde ich die richtigen Worte? Kann ich gut überzeugen? Wie kann ich meine Nervosität überwinden?
In diesem Workshop bekommst du die Gelegenheit selbstsicheres Auftreten und Schlagfertigkeit zu trainieren. 

In zahlreichen Übungen und anhand einer Videoanalyse lernst du

  • mit mehr Ausstrahlung und Überzeugungskraft aufzutreten
  • deine Körperhaltung/Körpersprache selbst-bewusst einzusetzen
  • gezielte Sprechtechniken und Atemtechnik 
  • Kampfrhetorik und Argumentationstechniken
  • wie du einen Vortrag inhaltlich aufbauen und dein Publikum begeistern kannst

Eingeladen sind insbesondere Studienanfänger_innen und Student_innen, deren Erstsprache nicht Deutsch ist.

Als Workshop-Sprache ist Deutsch geplant. Die Workshop-Inhalte können bei Bedarf auch auf Türkisch übersetzt werden.



Trainingsleitung

Mag.a Saadet Tokay, geb. in Hamburg, Grundschule in Istanbul, Studium in Salzburg und Wien, ist ausgebildete Psychotherapeutin und Trainerin in der Erwachsenenbildung mit den Schwerpunktthemen Interkulturelle Kompetenzen, Kommunikation/Konflikttraining, Rhetorik/Körpersprache, Burn Out und Entspannungstechniken/Körperarbeit. 


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Angstfrei durch die Prüfung. Strategien zum Umgang mit Nervosität und Prüfungsangst


Freitag, 22.05.2015
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

Nervosität und Ängstlichkeit vor und während Prüfungen sind weiter verbreitet als oft angenommen. Häufig sind Betroffene der Meinung, dass sie dagegen nichts machen können. Doch selbst bei starker Nervosität und Ängstlichkeit bezüglich Prüfungen gibt es eine Reihe von Bewältigungsstrategien, die erlernt und erfolgreich eingesetzt werden können. Ziel dieses Workshops ist es daher, gemeinsam Strategien zu erarbeiten, die helfen sollen, Prüfungsangst und Nervosität zu verringern oder zu überwinden. Dabei werden sowohl die Prüfungsvorbereitung als auch die Prüfungssituation selbst genau betrachtet.
Beim Umgang mit negativen Empfindungen kommt gedanklichen Strategien eine besondere Bedeutung zu; mittels dieser Strategien werden z.B. neue hilfreiche Bewertungen der Angst auslösenden Situation erarbeitet. Auch Entspannungsübungen und Motivationsstrategien sowie realistische Zeitplanung und effiziente Lerntechniken unterstützen den Abbau von Nervosität und Angst.

Folgende Themen werden im Workshop besprochen und anhand verschiedenster Übungen erarbeitet:

  • Ursachen der Prüfungsangst
  • Gedankliche Strategien
  • Umdenken - Umbewerten
  • Entspannungsübungen
  • Motivationsstrategien
  • Zeitmanagement
  • Lernstrategien
  • Konkrete Vorbereitung auf die Prüfungssituation

Die Workshop-Sprache ist Deutsch.


Trainingsleitung

Mag.a Dr.in Dorothea König ist Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin  und absolvierte sowohl Diplom- als auch Doktoratsstudium Psychologie an der Universität Wien. Seit 2006 ist sie Lektorin an der Universität Wien. Hier ist sie seit 2012 als Senior Lecturer an der Fakultät für Psychologie beschäftigt, wobei die Lehrtätigkeit den Schwerpunkt ihrer Aufgaben darstellt. Ihre Forschungsarbeiten beziehen sich in erster Linie auf Emotionsregulation, Angst, Schmerz und positive Emotionen.


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Beim nächsten Mal sag ich was! Workshop zur verbalen Selbstverteidigung


Freitag, 29.05., & Samstag, 30.05.2015 (Zweitägiger Workshop)
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien

Workshopbeschreibung

Der Professor hat sich wieder einmal darüber gewundert, was du als Frau* so alles kannst? In der Lehrveranstaltung wird herablassend über den Beruf deiner Eltern geredet? Studienkolleg_innen sehen dich seltsam an, nachdem du ihnen von deiner Lebenspartnerin erzählt hast? Du bekommst schon wieder ein Lob dafür, wie gut du Deutsch sprichst? Der einzige Mann* in deiner Referatsgruppe übernimmt ohne Frage das Vortragen? Du wirst dafür angemacht, weil dich dein Gegenüber nicht klar als Mann* oder Frau* einordnen kann?
Wie fast alle Frauen* und Trans*personen kennst du sicher Situationen, in denen du nicht wusstest, wie du reagieren sollst, dich aber auch mit Schweigen nicht wohlgefühlt hast. Diese Sprachlosigkeit kann ganz Unterschiedliches auslösen.
Ausgangspunkt des Workshops sind Situationen, die ihr im Uni-Alltag und darüber hinaus erlebt und mitbekommen habt. Gemeinsam finden wir Wege, wie ihr beim nächsten Mal selbstbewusster reagieren könnt, aus unangenehmen Situationen wieder herauskommt und andere in solchen Situationen unterstützen könnt. Um dafür gewappnet zu sein, spielen wir Situationen durch, sehen uns Filmausschnitte an und probieren unterschiedliche Strategien aus. Wir werden in Kleingruppen arbeiten, ganz für uns alleine und alle zusammen. Dabei werden Methoden aus dem Argumentationstraining gegen Stammtischparolen, dem Improvisationstheater, Textarbeit, Filme etc. eingesetzt. Nach diesen zwei Tagen sollten alle gestärkter in den Uni-Alltag gehen.

Die Workshop-Sprache ist Deutsch.


Trainingsleitung

Sarah Kanawin hat Theater-, Film- und Medienwissenschaften studiert, arbeitet als Trainerin für politische Erwachsenenbildung und als Tages- und Freizeitbetreuerin in zwei betreuten WGs. Sie beschäftigt sich seit langem mit feministischer Theorie und Praxis, sowie anderen Diskriminierungsformen und Vorurteilen, hat zahlreiche Erfahrungen mit Improvisationstheater, Theater der Unterdrückten und weiteren Formen des Theaters gesammelt und bietet Workshops, Seminare und Vorträge zu unterschiedlichen Themen an. 


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Musliminnen an der Uni. Selbstbestimmung statt Fremddefinition


Samstag, 30.05.2015
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

In der österreichischen Gesellschaft sind muslimische Frauen mit zahlreichen Vorurteilen und Feindbildern konfrontiert. Auch die Uni bildet da keine Ausnahme.
Hin- und hergerissen zwischen Klischees und selbstentworfenen Bildern definieren sich viele muslimische Frauen ganz neu. Die Muslimin gibt es nicht - aber es gibt viele unterschiedliche Musliminnen.
Wie gehen Musliminnen mit diesen Stereotypen um? Welche Auswirkungen haben solche Stereotype auf ihr alltägliches Leben und ihren Studienalltag? Wie können sie auf die immer gleichen Fragen und Fremddefinitionen reagieren? Welche Akteure oder Bewegungen gibt es, die sich bewusst damit beschäftigen?
Dieser Workshop soll muslimischen Frauen einen Raum bieten, ihre Erfahrungen zu besprechen und ihre Bedürfnisse zu beleuchten, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Mit Rollenspielen, Argumentationsübungen und Methoden wie Future Search und World Café sollen unterschiedliche Herausforderungen und Spannungsfelder in der Praxis und im Studienalltag betrachtet  und gemeinsam Strategien entwickelt werden. Auch die Uni soll zu ihrer Ausrichtung in Bezug auf Rassismus und Islamophobie beleuchtet werden.

Zielgruppe: muslimische Studentinnen

Die Workshop-Sprache ist Deutsch.


Trainingsleitung

Asma Aiad, BA für Politikwissenschaften, studiert den Master-Studiengang Gender Studies an der Universität Wien. Ihre Studienschwerpunkte sind Islam und Feminismus. Sie ist Fotografin und freie Fotojournalistin. Darüber hinaus ist sie in der Jugendarbeit tätig, wo sie ihren Fokus auf muslimische Jugend- und Mädchenarbeit gelegt hat.


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Queere Utopien - Imagination als Handlungsmittel im Studienalltag


Freitag, 12.06.2015
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

Welche alternative Zukunft zur dominanten gesellschaftlichen Erzählung von Hochzeit, Kindern, Karriere und Eigenheim wünschen wir uns? Wie schaut es aus, das queere Utopia? Wie hängt in einer solchen Vision die Überwindung von Transphobie, Homophobie, Rassismus und Heterosexismus mit anderen Diskriminierungsformen und Machtverhältnissen zusammen? Und welche Rolle spielt Bildung dabei?
Wie kommen wir gemeinsam dahin?Diese und ähnliche Fragen wollen wir gemeinsam diskutieren und dabei beleuchten, welches Potential "Utopie" als Konzept für queere Politiken und Alltagsbilanzen heute noch besitzt und sie als bestärkendes Handlungsmittel im (Studien-)Alltag eingesetzt werden kann. Anhand von unterschiedlichen (popkulturellen) Materialien wollen wir Utopie dabei nicht nur als den begehrten "Nicht-Ort" anschauen, sondern auch anhand queerer Politiken und eigenen Erfahrungen nach utopischen Momenten und Orten im Studienalltag suchen. Ausgehend von diesem Austausch wollen wir Strategien zur Realisierung utopischer Räume erarbeiten, utopische Praxen erproben, verschiedene Aktionsformen (wie Performance, Drag, Kommunikationsguerilla etc.) ausprobieren und damit die Uni zu verqueeren.
Einige Materialien sowie ein Audio- und Videogerät stellen wir bereit. Jegliche weitere Materialien sind sehr willkommen!

Die geplante Workshopsprache ist Deutsch und/oder Englisch. Bei Bedarf kann auch auf Spanisch übersetzt werden.


Trainingsleitung

Jule Fischer schreibt gerade ihre Dissertation zum Thema Rassismus in der DDR und ist queerfeministische Aktivistin.
Isa* Garde hat an der Uni Wien studiert, ist queerfeministische Aktivist_in und denkt gerne über Utopien nach.


 

Vorsitz

Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Richard Gamauf
Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte
Tel.: +43-1-4277-34411 oder     0664-60277 20500
Fax: +43-1-4277-834411
E-Mail

Büro

Mag.a Barbara Schaffer (Juristin)
Universitätsring 1 (Stiege VI, 2. Stock), 1010 Wien
Tel.: +43-1-4277-20502
Fax: +43-1-4277-820502
E-Mail

Silvia Wieser, BA
Universitätsring 1 (Stiege VI, 2. Stock), 1010 Wien
Tel.: +43-1-4277-20501
Fax: +43-1-4277-820501
E-Mail
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