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Dis_ability is Queer Culture - Im (Uni)alltag stolz auf sich sein!

Freitag, 29.April 2016

11-18 Uhr

Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien

 Workshopbeschreibung

Ausgrenzung und Ausschließung sind im (Uni)alltag leider noch immer ein großes Thema. Oft geht es um subtile und unhinterfragte und unsichtbarer Normen (Normen von psychischer, physischer und mentaler Ability, von Heterosexualität, von Körperlichkeit, von Whiteness).

 Können wir oder wollen wir nach diesen leben? Welche anderen Strategien kann es (doch) geben?

Ausgehend von einerseits Queer DisAbility Theorien und anderseits von unseren eigenen Erfahrungen, wollen wir gemeinsam an Empowerment-Strategien arbeiten und Möglichkeiten der (politischen) Allianzenbildung schaffen, in denen die diversen Erfahrungen von Menschen mit DisAbility als zentral gesetzt werden.

Der Workshop richtet sich an alle Personen, die sich den Begriffen Queer und/oder Dis_Ability zugehörig fühlen und politisch/strategisch zuordnen. Er richtet sich an alle Personen, die nicht der Norm entsprechen können oder wollen. Insbesondere Personen mit Behinderung stehen oft unter einem sehr großen Druck, andere gesellschaftliche Normen zu erfüllen, nach dem Motto: „Wenn wir eh schon behindert sind, möchten wir nicht auch noch auf eine andere Weise anders sein.“

Im Workshop wollen wir uns dem Thema durch gemeinsame Diskussionen im Plenum und Austausch über erlebte Erfahrungen annähern, in Kleingruppen gesellschaftliche Zwänge und Machtverhältnisse reflektieren und nach alternativen Utopien suchen. Im Workshop arbeiten wir mit unterschiedlichen barrierearmen Methoden.

Die Workshopsprache ist Deutsch. Bei Bedarf kann es Flüsterübersetzung auf Englisch geben.

 Trainingsleitung 

Elisabeth Magdlener ist Expertin, Vortragende, Workshopleiterin und Autorin im Bereich Queer DisAbility (Studies) u.a. und arbeitet immer wieder an aktivistischen und akademischen Projekten mit.  Sie ist Obperson von CCC** -  Change Cultural Concepts: Verein zur Forschung, Beratung und Entwicklung von Wirklichkeitskonzepten für gesellschaftlich benachteiligte Personen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Dis_Ability und Queer Dis_Ability Studies in Verknüpfung mit Queer Studies, Gender Studies, Cultural Studies u.v.m. mit Fokus auf den Thematiken Dis_Ability und Körperdiskurse, sowie Tanz und Körpererleben im Spannungsfeld von Körper, Leiblichkeit und Empowerment. Elisabeth Magdlener studierte nach dem Grundsatz „Nichts über uns ohne uns!“ Pädagogik und Sonder- und Heilpädagogik an der Universität Wien. Ein Master in Gender Studies mit Schwerpunkt Queer DisAbility Studies, Körperdiskurse und Cultural Studies ist angestrebt. Sie ist Tänzerin und Mitglied der weltweiten Community-Tanzbewegung DanceAbility und A.D.A.M. (Austrian DanceArt Movement). DanceAbility ist eine erweiterte Tanzform der Kontaktimprovisation, die für ALLE offen ist, um Gleichheit, Respekt und künstlerisches Erforschen zwischen Menschen - mit unterschiedlichen Abilities, Frauen* und Männer* jeden Alters, unabhängig ihrer Herkunft und Religion oder sexuellen Orientierung - zu fördern. DanceAbility/A.D.A.M. tritt öffentlich auf und kann für Veranstaltungen gebucht werden, wie etwa zur Öffnung des Symposiums „Criptique Crossing Boundaries: Be/Hinderung zwischen Aktivismus und Theorie“ der Studiengänge Gender Studies/Internationale Entwicklung oder im Rahmen der 2. Berliner Dis_Ability und Mad Pride am 12. Juli 2014.

Isa* Garde hat Internationalen Entwicklung mit Schwerpunkten Gender Studies, Kulturwissenschaften und Postkoloniale Theorien an der Universität Wien studiert und arbeitet derzeit an einer Dissertation zum Thema „Imaginationen der Inklusion“. Er_sie ist Lektor_in zu Disability Studies, arbeitet hin und wieder an akademischen Projekten mit, hat das Online-Projekt „feminIEsta“ zu feministischer, queerer und postkolonialer Entwicklungskritik mitgegründet und ist als freie_r Trainer_in im Bildungsbereich tätig. 

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 Referate ohne Stress. Präsentieren ist lernbar

 

Freitag, 3. Juni, und Samstag, 4. Juni 2016

10-17.30 Uhr

Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien

 

Workshopbeschreibung

Referate halten ist nicht deine Lieblingsbeschäftigung? Oder lässt gar der Gedanke an eine Präsentation in Lehrveranstaltungen dich ins Schwitzen kommen? Damit bist du nicht alleine – aber: Präsentationstechniken sind keine Zauberei, auch Ruhe und Sicherheit in Präsentationen können trainiert werden!

Vielleicht ist auch Deutsch nicht deine Erstsprache oder die wissenschaftlich-akademische Sprache ist (noch) nicht Element? Aber auch diese Hindernisse kannst du überwinden.

In diesem Seminar lernst du, Ziele zu definieren, Inhalte aufzubereiten und eine klare Struktur in deine Präsentation zu bringen. Außerdem kannst du mit verschiedenen Vortrags- und Visualisierungstechniken experimentieren, dir Tipps und Tricks gegen Lampenfieber und Blackouts holen und ausprobieren, auch dich als Präsentator*in ins rechte Licht zu rücken.

Gerne könnt ihr auch fertige oder „halbfertige“ Referate mitbringen und diese im Seminar auf „Hochglanz“ bringen.

 

Inhalte:

  • Definition von Zielen einer Präsentation bzw. eines Referats
  • Komplexe Inhalte und "trockenes" Fachwissen verständlich aufbereiten
  • Klar und strukturiert vortragen
  • Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - Visualisierungstechniken
  • Professioneller Einsatz von Medien (insbesondere Flip-Chart und Plakate, PowerPoint-Präsentationen)
  • Handouts und andere "Mitgebsel"
  • Persönliche Stärken nutzen, Ausstrahlung gewinnen
  • Individuellen Präsentationsstil entwickeln
  • Sicherheit im persönlichen Auftreten gewinnen
  • Der große Auftritt: Umgang mit Lampenfieber und Nervosität
  • Trouble-Shooting
  • Das Publikum: Umgang mit Fragen und anderen "Störungen"

 

Methoden:

Theorieinput, Einzel- und Kleingruppenübungen, Kreativ- und Visualisierungs­techniken, Methoden aus der Moderation, Präsentationsübungen, Feedback, Diskussionen, Reflexion etc.

 

Trainingsleitung

Antonia Cicero, MA, MBA. Gebürtige Mailänderin, aufgewachsene Oberösterreicherin, seit mehr als einem halben Leben hauptsächlich Wienerin. Langjährige Erfahrung als Trainerin, Beraterin, Coach, Zivilmediatorin und Autorin. Arbeitet gerne in heterogenen Gruppen, zu unterschiedlichen Themen und mit bunter Methodenvielfalt. Schätzt ihre Eigenständigkeit und Eigenarten und unterstützt auch andere in ihrer Autonomie und darin, besonders zu sein.

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Migrierte Geschichte*n – Transnationales Erinnern im Postnazismus


Freitag 17. Juni 2016

10-17.30 Uhr

Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien

 

Workshopbeschreibung

Welche Geschichte*n bewegen uns? An welchen Orten können wir darüber sprechen? Welche Geschichte*n sind in Österreich sichtbar und wovon sind die Bedingungen bestimmt, unter denen Worte für Geschichte*n gefunden werden können? Welche Erinnerungen bleiben im Verborgenen? Wer oder was bestimmt in einem Uni-Seminar, welche Geschichte*n für wen und wofür wichtig sind?

In diesem Workshop wollen wir uns mit diesen Fragen beschäftigen. Hierzu ist es unserer Ansicht nach wichtig darüber zu sprechen, wie wir die österreichische Gesellschaft definieren. Welche Begrifflichkeiten brauchen wir, die auch die Selbstermächtigung von Migrant*innen, Women of Color fordert? Wir möchten im Workshop den Begriff der postnazistischen Migrationsgesellschaft verwenden und nach der Teilhabe von migrierten Geschichten/migrierter Geschichte an dieser Hybrid*Gesellschaft fragen.

Welche Themen sind in der österreichischen Erinnerungskultur präsent?

Welche historischen Themen sind hingegen unsichtbar und/oder in Vergessenheit geraten? Wo finden sich “Kontaktzone”, also Räume, in denen diverse Geschichte*n und Erinnerung*en aufeinandertreffen können? Wie können wir solche Räume entstehen lassen?

Zum Beispiel jährte sich 2015 der Beginn des Genozides an Armenier*innen im Osmanischen Reich zum 100. Mal. Sowohl durch transnationale politische Verstrickungen (deutsch-österreichisch-osmanisches Militärbündnis) als auch durch in Wien lebende Armenier*innen, aber auch Türk*innen und Kurd*innen ist diese Geschichte - und sei es lediglich als Tabu - auch hier präsent. Gibt es Räume wo diese Geschichte*n besprochen werden können?

Das Ziel des Workshop ist es, einerseits gemeinsam eine methodische Betrachtungsweise  zu überlegen, wie wir Räume sowie zwischenmenschliche Beziehungen aufbauen können, die es möglich machen, dass unterschiedliche, oft im Verborgenen gebliebene Geschichte*n und Positionen, aufeinander treffen, in einen Austausch treten können.

 

Trainingsleitung

Ezgi Erol studiert Soziologie im Masterstudium an der Universität Wien und konzeptuelle Kunst an der Akademie der bildenden Künste. Sie schreibt eine Masterarbeit zu dem Thema Geschichtsvermittlung, Erinnerungspolitik und transgenerationale Folgen von Genoziden und Massakern in visuellen Praxen in diasporischen Kontexten. Sie ist ein Teil des Kollektivs Frauen*Referat und aktiv im Planet 10 und bei Têkoşîn.

Simone Gaubinger hat Politikwissenschaft an der Universität Wien studiert, absolviert gerade das psychotherapeutische Propädeutikum und ist Praktikerin in Cranio Sacraler Körperarbeit. Sie arbeitet zu den Folgen von Diskriminierung und Gewalt (im sozialen Nahraum, auf institutioneller Ebene, in kriegerischen Konflikten), Trauma und Erinnerung, Erinnerungspolitiken sowie Möglichkeiten emanzipatorischer Aufarbeitung auf individueller sowie kollektiv-gesellschaftlicher Ebene.

 

Anmeldefristen: ab sofort bis eine Woche vor dem jeweiligen Workshopbeginn.

Bitte melde dich per Mail bei Frau Berivan Sayici an unter power_up_workshops@web.

Vorsitz

Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Richard Gamauf
Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte
Tel.: +43-1-4277-34411 oder     0664-60277 20500
Fax: +43-1-4277-834411
E-Mail

Büro

Mag.a Barbara Schaffer (Juristin)
Universitätsring 1 (Stiege VI, 2. Stock), 1010 Wien
Tel.: +43-1-4277-20502
Fax: +43-1-4277-820502
E-Mail

Silvia Wieser, BA
Universitätsring 1 (Stiege VI, 2. Stock), 1010 Wien
Tel.: +43-1-4277-20501
Fax: +43-1-4277-820501
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