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Workshops im Wintersemester 2015

Schreibtechnik für Studienanfänger_innen
Creative Writing für alle Studienrichtungen

Freitag, 30.10.2015
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

Wie komme ich von einer Idee über gut ausgewählte Literatur hin zum eigenen, wissenschaftlichen Text? Wie schreibe ich einen schnellen Erstentwurf, wie umgehe ich mögliche Schreibblockaden, wie kann ich den Text schließlich bis zur Abgabereife überarbeiten?
Wissenschaftliches Schreiben ist auch und vor allem eine Frage des Mutes. Diese Einführung in kreative Techniken des Schreibhandwerks dient dazu, diesen Mut hervorzulocken. Zugeschnitten auf Studienanfänger_innen in den Natur- und Geisteswissenschaften werden mittels Kurzinputs, zahlreicher praktischer Übungen und Gesprächen im Plenum folgende Themen erarbeitet:
1. Schreibprozesse
- 5 Phasen der wissenschaftlichen Textproduktion
- Freewriting
- Textüberarbeitung
2. Gliedern und Fokussieren
- gut handhabbare Forschungsfragen formulieren
- aus der Frage mittels Clustering eine Gliederung bauen
3. Lesetechnik
- mutiger und präziser Umgang mit wissenschaftlicher Literatur
- SQR-Lesemethode
Im eintägigen Workshop werden Grundlagen vermittelt. Alle Teilnehmenden erhalten Handouts zu den vermittelten Inhalten.

Eingeladen sind insbesondere Studienanfänger_innen und Student_innen, deren Erstsprache nicht Deutsch ist.

Als Workshop-Sprache ist Deutsch geplant. Die Workshop-Inhalte können bei Bedarf auch auf Englisch übersetzt werden. Es gibt die Möglichkeit bei der Anmeldung zum Workshop ÖGS-Dolmetscher_innen anzufragen.


Trainingsleitung

Eva Karel wurde erst Yogalehrerin, studierte dann Internationale Entwicklung und absolvierte schließlich die Ausbildung zur Trainerin für wissenschaftliches Schreiben am Wiener writers'studio. Die leidenschaftliche Schreiberin hält Schreibwerkstätten für Diplomand_innen an der Uni Wien sowie Seminare im writers'studio mit dem Fokus creative writing für die Wissenschaften. Darüber hinaus ist sie als Yogalehrerin und Künstlerin aktiv.


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Rhetorik-Workshop: Anerkennung und Respekt im sprachlichen Handeln

Freitag, 06.11.2015, & Samstag, 07.11.2015 (Zweitägiger Workshop)
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

Der Studienalltag ist geprägt von unterschiedlichen sprachlichen Handlungen in unterschiedlichen Kontexten: In Lehrveranstaltungen wird argumentiert, schriftliche Arbeiten werden verfasst, in Cafés oder in der Mensa wird über wissenschaftliche Inhalte, die Gesellschaft an sich, aktuelle politische Ereignisse und vieles mehr debattiert.
Auch im universitären Kontext wird nicht in jeder Situation mit allen Akteuren auf dieselbe Art kommuniziert. Ständig wird unterschiedliches rhetorisches, wissenschaftliches, politisches und anderes Wissen aufeinander abgewogen und letztendlich angewandt werden. Das stellt immer eine Herausforderung dar.

Auf folgende Fragen wird im Workshop eingegangen:
- Was beeinflusst mein sprachliches Handeln?
- Wie kann ich abseits starrer Regeln, wie es zum Beispiel vermeintliche political correctness vermittelt, meinem sprachlichen Gegenüber mir Respekt begegnen?
- Mit welchen Redeverhalten schreibe ich mir und/ oder anderen Autorität zu? Welche sprachlichen Strategien stehen mir dabei zur Verfügung?
- Wie kann Körpersprache und Stimme in Kommunikation mit einbezogen werden?
- Mit welchen Argumenten wird in Gesprächen Dominanz vermittelt? Welche außersprachlichen Aspekte wirken dabei im Gespräch? Was ist ein Argument, wie ist es aufgebaut und wie funktioniert es?
- Warum kann Sprechen manche Menschen ins Abseits stellen, andere aber ins Zentrum?
- Wie funktioniert Einschluss und Ausschluss in der Rede? Mit welchen Konsequenzen und Handlungsmöglichkeiten für die Gesprächsteilnehmenden?
- Wie kann ich als Außenstehend* sprechend in diskriminierende Situationen eingreifen? Wie kann ich selber auf verbale Gewalt reagieren?

Neben der Vermittlung von rhetorischen Grundlagen wird in diesem Workshop auf (sprachliche) Situationen eingegangen, die Akteure (im universitären Kontext) immer wieder sprachlos machen, die Menschen in eine unwürdige Position bringen, die Menschen ausschließen oder auch einschließen.
Neben einem Input zu politisierter Rhetorik haben die Teilnehmenden in zahlreichen interaktiven Übungen die Möglichkeit eigenes rhetorisches Handeln zu reflektieren, zu analysieren und kritisch zu betrachten. Dabei werden politisierte rhetorische Handlungsmöglichkeiten gesucht, reflektiert, ausprobiert und analysiert.
In diesem Workshop wird keine Anleitung zum 'richtigen' Sprechen vermittelt, erstellt oder wird 'richtiges' Sprechen auf irgendeine Art und Weise als möglich angenommen.
Eingeladen sind Frauen, Trans* und in der Gesellschaft systematisch Diskriminierte.

Als Workshop-Sprache ist Deutsch geplant. Es gibt die Möglichkeit bei der Anmeldung zum Workshop ÖGS-Dolmetscher_innen anzufragen.

Trainingsleitung
Vlatka Frketić, Erwachsenenbildnerin in den Bereichen Sprache und Macht, Rhetorik, Kommunikation, Diskriminierung, Migration und Geschlecht.


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'IN YOUR SOUL' - Post-colonial Theory and Performance


Freitag, 20.11.2015 
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien

Eine Kooperation des Frauen*förderbeirats der Universität Wien und des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen an der Akademie der bildenden Künste Wien

Workshop für Schwarze Frauen* und Schwarze Trans*Personen sowie Frauen* of Color und Trans*Personen of Color

 

Workshopbeschreibung

There is a gap between intellectual knowledge and emotional knowledge, that is, a gap between 'what i know' and 'what i do'.
What do I know? What do I not know? And why? How is this related to racism? What do I acknowledge as knowledge? And what do I refuse to acknowledge as such? Whose knowledge is this? And what does it represent? Moreover, what do I do with what I know? How do I speak and act my knowledge? Why do I remain speechless when I intend to speak? And why is my body emotionless when I want to act? What is in my soul?
'IN YOUR SOUL'-Workshop is concerned with making a link between intellectual, emotional and corporal knowledge. The workshop approaches Post-colonial Theory, Racism, and Critical Whiteness, using Psychoanalytical elements, Empowerment, Movement and Performance.
The participants are invited to work on both theory and drama in order to develop new roles, positions and perspectives of themselves as postcolonial individuals.

To provide a safer space to students which are affected by racism, the workshop addresses exclusively Black women* and transgender, and women* and trans People of Color.

The workshop will be hold in English and/or German.

Trainingsleitung

Grada Kilomba is a portuguese writer, theorist, and interdisciplinary artist. Her work draws on gender, race, trauma and memory, and has been translated into several languages and published in international anthologies, magazines, and journals as well as staged internationally.
Her work is best known for using a variety of formats, from print publications to staged readings and performance, combining both academic and lyrical narrative, creating a very unique literary style. In 2011, she was awarded as one of the 'Most Inspiring Black Women in Europe' by BWIE, due to her writings and performative readings.
©GradaKilomba, 2015


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Wir sind viele. Workshop zur Verschränkung von Diskriminierungserfahrungen im Universitätsalltag


Freitag, 20.11.2015 
10:00 - 17:30
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

"There is no single-issue struggle because we do not live single-issue lives."
(Audre Lorde)

"Das ist nichts für dich!", "Das ist bei euch anders!", "Und was macht ihr eigentlich überhaupt hier?" - Diskriminierung als Frau, als Trans*-Person, auf Grund von Herkunft oder Religion, Dis_ability, Alter oder sexueller Orientierung ist auch im Studienalltag leider Realität. Dabei ist es oft schwierig zu benennen, worum es genau geht, weil Diskriminierungen, aber auch Privilegierungen nicht eindimensional wirken. Intersektionalität - ein in den letzten Jahren immer bedeutender gewordenes Konzept - beschreibt die Verschränkung und Gleichzeitigkeit von Differenzkategorien. Im Zentrum des Konzepts stehen Unterschiedlichkeiten, die identitätsstiftend sein können (oder auch nicht) und die verschiedene Erfahrungen von Ein- und Ausschlüssen mit sich bringen. An die Erfahrungen anknüpfend, die die Teilnehmer_innen mitbringen, könnten folgende Fragen im Workshop eine Rolle spielen: Was bedeutet es, als Schwarze Frau zu studieren? Wie wird lesbischen Transfrauen begegnet? Was sehe ich aufgrund meiner Privilegierungserfahrung nicht und wie kann ich das ändern? Oft wirken Diskriminierung und Privilegierung auch gleichzeitig. Während ich möglicherweise auf einer Ebene privilegiert bin, weil ich heterosexuell begehre, kann es gleichzeitig sein, dass ich Diskriminierung erfahre, weil ich nicht in Österreich geboren wurde.
Ausgehend von euren Erfahrungen im Studienalltag möchten wir gemeinsam mit euch überlegen, welche Unterschiede wichtig sind oder werden, wie persönliche Diskriminierungserfahrungen und strukturelle Ausschlüsse zusammenhängen. Dabei wollen wir nicht über andere sprechen, sondern von den eigenen Erfahrungen ausgehen. Welche Strategien kann ich entwickeln, um Ungleichheitsverhältnisse zu verändern? Wie kann ich aus einer privilegierten Position heraus zur Verbündeten werden? Wie kann ich mir Räume zur Selbst-Stärkung gegen Diskriminierungserfahrungen auftun?
Von der persönlichen Ebene ausgehend werden wir die strukturellen, auch universitären Kontexte beleuchten, uns in diesen verorten und unsere konkreten Handlungsspielräume ausloten. Neben Input zum Konzept Intersektionalität wird es involvierende Einzel- und Gruppenarbeit geben.

Als Workshop-Sprache ist Deutsch geplant. Die Workshop-Inhalte können bei Bedarf auch auf Englisch übersetzt werden. Es gibt die Möglichkeit bei der Anmeldung zum Workshop ÖGS-Dolmetscher_innen anzufragen.


Trainingsleitung

Mag.a Doris Artzmann hat Politikwissenschaften an der Uni Wien/Uni Göteborg und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Odessa studiert. Trainerin im unabhängigen Tutoriumsprojekt (Erstsemestrigen- und Thementutorien) und für queer-feministische Kollektive, arbeitet gern mit partizipativen Methoden. Das Thema Intersektionalität interessiert sie nicht nur auf einer wissenschaftlichen Ebene, sondern auch in Gruppen, in denen ihre Position als Frau*, nicht hetera, Mehrheitsösterreicherin und als Akademikerin* in einem temporär nicht behinderten Körper lebend, ihr in der Welt sein perspektiviert. 

Roselies Haider, MA, hat Gender Studies und Internationale Entwicklung an der Universität Wien studiert. Trainerin im unabhängigen Tutoriumsprojekt (Erstsemestrigen- und Thementutorien), arbeitet unter anderem als Spielpädagogin und hat ihren aktivistischen Fokus auf queer-feministischen Praxen und nicht-kommerziellen Experimenten.


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Präsentieren, repräsentieren und behindert sein


Freitag, 27.11.2015
11:00 - 18:00
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

Die Geschichte der emanzipatorischen Behindertenbewegung ist eine Geschichte behinderter* Studierender. Die Universität ist ein Ort wo Neues entstehen kann, wo quergedacht werden kann, wo viel Bewegung sein kann.
Geschichte schafft Identität. Welche Geschichte(n) haben wir, welche prägen uns? Was macht uns aus?!
Welche Bilder haben andere von uns? Welche Rollenbilder erfüllen wir, welchen verwehren wir uns? Welche Bilder gibt es zu behinderten* Personen in unserer Gesellschaft, auf der Universität, in unseren eigenen Köpfen? Welche Rollenbilder gibt es zu Frauen*?
Mit dem Ziel, persönliche Ausdrucksformen für den studentischen Bereich und darüber hinaus zu finden, in der die einzelne Person sich wohlfühlt, wollen wir uns im geschützten Raum mit diesen Fragen auseinandersetzen. Wir wollen Strategien finden, auf Ausschlussmechanismen zu reagieren.
Wir werden uns verschiedener Methoden bedienen und viel in Bewegung sein.
Ziel des Workshops ist Selbstermächtigung von behinderten Frauen* im universitären Raum, zu politisieren, zu vernetzen und nicht zuletzt zu verändern. Deswegen richtet sich der Workshop ausschließlich an Frauen* mit Behinderungen*.

Als Workshop-Sprache ist Deutsch geplant. Es gibt die Möglichkeit bei der Anmeldung zum Workshop ÖGS-Dolmetscher_innen anzufragen.

 
Trainingsleitung

Dorothea Brożek, Inhaberin von Brożek Power Consulting, ist Expertin für zeitgemäße Kommunikation und Umgang mit Vielfalt mit Fokus auf Diversity Competence, Disability und Equal Rights. Ihr besonderes Interesse gilt, Menschen aus unterschiedlichen Strukturen und Organisationen zu verbinden und ins Gespräch zu bringen. Dies macht sie sowohl Offline als auch Online, in ihren Trainings und Workshops und als Sprecherin und Vortragende. Sie engagiert sich seit ihrer Studienzeit in der Behindertenbewegung und ist Mitbegründerin von BIZEPS - Zentrum für selbstbestimmtes Leben, Freak-Radio, WAG - Assistenzgenossenschaft. Gemeinsam mit dem WAG-Team gelang es ihr innerhalb von wenigen Jahren Persönliche Assistenz für behinderte Menschen in Österreich zu etablieren. Studium der Slawistik, Politikwissenschaften und Publizistik.


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Dis_Ability is Queer Culture - Im Unialltag stolz auf sich sein!

Samstag, 28.11.2015
11:00 - 18:00
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung

Ausgrenzung und Ausschließung im Unialltag sind leider noch immer ein großes Thema. Wer wird als gleichberechtigte Studienkolleg_in wahr- und ernst genommen, welches Wissen wird wertgeschätzt und vermittelt, wer hat überhaupt Zugang zu den 'heiligen Hallen' der Universität? Oft geht es um subtile, unhinterfragte und unsichtbare Normen (wie unter anderem Normen von psychischer, physischer und mentaler Ability, von Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit, von Körperlichkeit). Können wir oder wollen wir nach diesen leben? Welche anderen Strategien kann es (doch) geben? Ausgehend von einerseits Queer Dis_Ability Theorien, die wir im Workshop erarbeiten, und andererseits von unseren eigenen Erfahrungen, wollen wir gemeinsam an Empowerment-Strategien arbeiten und Möglichkeiten der (politischen) Allianzenbildung, in denen die diversen Erfahrungen von Menschen mit Dis_ability als zentral gesetzt werden, schaffen.
Der Workshop richtet sich an alle Personen, die sich den Begriffen Queer und/oder Dis_Ability zugehörig fühlen und politisch/strategisch zuordnen. Er richtet sich an alle Personen, die nicht der Norm entsprechen können oder wollen. Insbesondere Personen mit Behinderung stehen oft unter einem sehr großen Druck, andere gesellschaftliche Normen zu erfüllen, nach dem Motto: "Wenn wir eh schon behindert sind, möchten wir nicht auch noch auf eine andere Weise anders sein."
Im Workshop wollen wir uns dem Thema durch gemeinsame Diskussionen im Plenum und Austausch über erlebte Erfahrungen annähern, in Kleingruppen gesellschaftliche Zwänge und Machtverhältnisse reflektieren und nach alternativen Utopien suchen. Im Workshop arbeiten wir mit unterschiedlichen barrierearmen Methoden.

Als Workshop-Sprache ist Deutsch geplant. Die Workshop-Inhalte können bei Bedarf auch auf Englisch übersetzt werden. Es gibt die Möglichkeit bei der Anmeldung zum Workshop ÖGS-Dolmetscher_innen anzufragen.

 

Trainingsleitung

Elisabeth Magdlener studierte nach dem Grundsatz "Nichts über uns ohne uns!" Pädagogik und Sonder- und Heilpädagogik an der Universität Wien. Ein Master in Gender Studies mit Schwerpunkt Körperdiskurse und Cultural Studies ist angestrebt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Dis_Ability und Queer Dis_Ability Studies in Verknüpfung mit Queer Studies, Gender Studies, Cultural Studies u.v.m. mit Fokus auf den Thematiken Dis_Ability und Körperdiskurse, sowie Tanz und Körpererleben im Spannungsfeld von Körper, Leiblichkeit und Empowerment. Sie ist Vortragende im Bereich Queer DisAbility (Studies) u.a.
Weiters ist Elisabeth Magdlener Tänzerin und Mitglied der weltweiten Community-Tanzbewegung DanceAbility und A.D.A.M. (Austrian DanceArt Movement). DanceAbility ist eine erweiterte Tanzform der Kontaktimprovisation, die für ALLE offen ist, um Gleichheit, Respekt und künstlerisches Erforschen zwischen Menschen - mit oder ohne Dis_ability, Frauen* und Männer* jeden Alters, unabhängig ihrer Herkunft und Religion oder sexuellen Orientierung - zu fördern. DanceAbility/A.D.A.M. tritt öffentlich auf und kann für Veranstaltungen gebucht werden, wie etwa zur Öffnung des Symposiums "Criptique Crossing Boundaries: Be/Hinderung zwischen Aktivismus und Theorie" der Studiengänge Gender Studies/Internationale Entwicklung oder im Rahmen der 2.Berliner Dis_Ability und Mad Pride am 12.Juli 2014.
In diesem Sinne und in vielen anderen ist Elisabeth Magdlener politisch aktiv.

Isa* Garde hat Internationale Entwicklung mit Schwerpunkten Gender Studies, Kulturwissenschaften und Postkoloniale Theorien an der Universität Wien studiert und arbeitet derzeit an einer Dissertation zum Thema "Imaginationen der Inklusion". Er_sie ist Lektor_in zu Dis_Ablity Studies, arbeitet hin und wieder an akademischen Projekten mit, hat das Online-Projekt "feminIEsta" zu feministischer, queerer und postkolonialer Entwicklungskritik mitgegründet und ist als freie_r Trainer_in im Bildungsbereich tätig.

 

 

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Dis_Ability is Queer Culture: Behinderung* ist Queere Kultur - Im Unialltag stolz auf sich sein!

Samstag, 28.11.2015
11:00 - 18:00
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Workshopbeschreibung in einfacher Sprache

Ausgrenzung und Ausschließung sind im (Uni)alltag noch immer ein großes Thema.

Im Workshop geht es darum:

  • Wer wird als gleichberechtigte Studienkolleg_in wahrgenommen? 
  • Wer wird ernst genommen?
  • Welches Wissen ist wertvoll? Welches wird vermittelt?
  • Wer hat Zugang zu den 'heiligen Hallen' der Universität? 

Oft geht es um unhinterfragte und unsichtbare Normen. Normen sind Gewohnheiten in unserer Gesellschaft. Normen sagen uns wie wir sein sollen oder gar müssen. Diese Gewohnheiten können oft nicht gleich gesehen werden. Wir sprechen zum Beispiel über Normen von psychischen, körperlichen und mentaler Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten heißen auf Englisch Ability. Normen sind aber auch Annahmen einer bestimmten (hetero)sexuellen Orientierung und Annahmen, dass es nur zwei Geschlechter gibt. Auch die Annahme, dass jeder Mensch eine bestimmte Körperlichkeit haben muss, ist eine Norm. 

Wir wollen uns fragen:

  • Können wir, oder wollen wir, diesen Normen entsprechen?
  • Welche anderen Möglichkeiten kann es geben?

Ausgehend von Theorien der Widerständigkeit, die wir gemeinsam erarbeiten, und genauso ausgehend von unseren eigenen Erfahrungen, wollen wir uns gemeinsam ermächtigen. Wir wollen uns auch mit anderen Menschen zusammenschließen, die nicht so sein wollen wie alle anderen.
Dabei wollen wir von den unterschiedlichen Erfahrungen von Menschen mit Behinderung* (auf Englisch Dis_ablity) ausgehen und lernen.
Im Workshop willen wir in kleinen und großen Gruppen gemeinsam diskutieren. Wir wollen über Gewohnheiten in der Gesellschaft nachdenken. Wir wollen über Macht, die über andere Menschen ausgeübt wird, reden und dabei andere Wege suchen.
Wir arbeiten mit unterschiedlichen Methoden, damit alle mitkommen.
Als Workshopleiter_innen bemühen wir uns einfache Sprache zu benutzen. Wir bitten sofort nachzufragen, wenn Sie etwas nicht verstehen.

Der Workshop wird auf Deutsch gehalten und kann auf Anfrage in österreichische Gebärdensprache übersetzt werden. Der Workshop kann auch auf Englisch übersetzt werden. 

Bitte klicken Sie auf diesen Link für die Anmeldung:


Vorsitz

Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Richard Gamauf
Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte
Tel.: +43-1-4277-34411 oder     0664-60277 20500
Fax: +43-1-4277-834411
E-Mail

Büro

Mag.a Barbara Schaffer (Juristin)
Universitätsring 1 (Stiege VI, 2. Stock), 1010 Wien
Tel.: +43-1-4277-20502
Fax: +43-1-4277-820502
E-Mail

Silvia Wieser, BA
Universitätsring 1 (Stiege VI, 2. Stock), 1010 Wien
Tel.: +43-1-4277-20501
Fax: +43-1-4277-820501
E-Mail
Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0